Barrierefreiheit und Inklusion müssen auf der politischen Agenda nach oben

21. März 2019

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Margit Wild will das Thema Inklusion ganz oben auf der politischen Agenda sehen und stellte in ihrer Rede fest, dass die konkrete Umsetzung nicht vorankommt. „Natürlich ist die Inklusion die Aufgabe aller, aber es muss etwas dabei herauskommen“, sagte Wild im Plenum. Die Oberpfälzer Abgeordnete forderte mehr Geld und Personal, um die schwierige Aufgabe zu meistern. An bayerischen Schulen stagniert das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung auf niedrigem Niveau. Noch immer besuchen fast 68 Prozent der Kinder mit Förderbedarf eine Förderschule und nur gut 32 Prozent eine Regelschule.

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion lobte ausdrücklich das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer für Inklusion. Weil aber die Herausforderungen an Schulen zugenommen hätten, brauche es die Zusammenarbeit mit weiteren Berufsgruppen wie Sozialpädagogen, Erziehern oder Psychologinnen und Psychologen. Wild kritisierte, dass Schüler und Schülerinnen mit Handicap fast nirgends eine inklusive Schullaufbahn, von der Grundschule über weiterführende Schulen, durchlaufen können.

Vor zehn Jahren, am 26. März 2009, trat in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Sie ist das erste große Menschenrechtsdokument des 21. Jahrhunderts und sieht die volle Einbeziehung von Menschen mit einer Behinderung in Gesellschaft, Schule und Arbeit vor.

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