Landtag beschließt 50 Millionen Euro für drei Projekte in Regensburg

Foto von Margit Wild

06. Dezember 2017

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute drei Projekte in Regensburg mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 Millionen Euro beschlossen. Im Einzelnen sind das:

  • Neubau eines Gebäudes für das Polizeiliche Einsatztraining (PE-Training) für 7,15 Millionen Euro
  • Bau einer staatlichen Wohnanlage in der Benzstraße für 22,1 Millionen Euro
  • Genehmigung von Zusatzkosten in Höhe von 21 Millionen für das Haus der Bayerischen Geschichte. Damit steigen die Gesamtkosten von 67,3 auf 88,3 Millionen Euro

Im Juli 2017 verursachte ein Brand aus bisher ungeklärter Ursache einen Schaden in Höhe von 11 Millionen Euro an der noch nicht fertiggestellten Bavariathek, die zum Haus der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt gehört. Die Bavariathek beherbergt hauptsächlich Verwaltungs- und Besprechungsräume, sowie Lehr- und Vortragsräume. Durch den Brand im Juli 2017 mussten weite Teile der Bavariathek in den Rohbau zurückgebaut werden, um den Schaden beheben zu können.

Die Maßnahmen zur Brandschadenbeseitigung umfassen 11,26 Millionen Euro. Zudem sind beim Bau des Hauses der Bayerischen Geschichte weitere Mehrkosten in Höhe von knapp 10 Millionen Euro entstanden. Sie setzen sich zusammen aus gestiegenen Baukosten (3,48 Millionen Euro), Mehrkosten aufgrund des hohen Zeitdrucks durch den politischen gewollten Eröffnungstermin im Jahr 2018 (4,84 Millionen Euro) – der aufgrund des Brandes nicht mehr zu halten ist – und weitere Mehrkosten aufgrund geänderter Vorschriften und bautechnischer Änderungen (1,4 Millionen Euro). Insgesamt sind damit die angesetzten 67,3 Millionen Euro um mehr als 30% auf 88,3 Millionen Euro gestiegen.

Im Zuge des Wohnungspakts Bayern soll in der Benzstraße in Regensburg eine Wohnanlage mit 95 Einheiten für bis 518 Personen entstehen. Die Wohnanlage besteht aus elf dreigeschössigen Wohngebäuden und fügt sich daher gut in das Stadtbild ein. Auf den Gemeinschaftsflächen entstehen sieben Kinderspielplätze. Die Stadt Regensburg stellt dem Freistaat das Grundstück im Gebiet der ehemaligen Bajuwarenkaserne im Rahmen einer Erbpacht für zehn Jahre unentgeltlich zur Verfügung.

In der Wohnanlage, die angrenzend an die Erstaufnahmeeinrichtung gebaut wird, sollen Bedürftige und anerkannte Flüchtlinge untergebracht werden. „Der Freistaat verteilt im sogenannten Wohnungspakt Bayern Bundesmittel. In den vergangenen Jahren hat der Freistaat viel zu wenig unternommen, um günstigen Wohnraum zu schaffen“, kritisiert die Regensburger Abgeordnete Wild. „Ich begrüße den Bau der Wohnanlage, aber erstens kommt er viel zu spät und zweitens ist er nur ein kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein“.

Auf dem Gelände der ehemaligen Rafflerkaserne in der Bajuwarenstraße soll ein Zentrum für polizeiliches Einsatztraining entstehen. Dort befinden sich jetzt bereits das Polizeipräsidium Oberpfalz, die Kriminalpolizei und eine Raumschießanlage. Im neuen Zentrum für PE-Training sind dann ein Multifunktionsraum, Lehrsaal, Übungsraum und Flächen für das Farbmarkierungsschießen sowie ein Übungstreppenhaus untergebracht.

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