"Lohngerechtigkeit durch mehr Transparenz"

15. März 2019

Das Statistische Bundesamt hat berechnet, dass Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger verdienen als Männer. Der Equal Pay Day will auf diese prozentuale Differenz zwischen den Löhnen für Frauen und Männer, auch Gender Pay Gap genannt, aufmerksam machen.

Die Landtagsabgeordnete Margit Wild findet, dass sich die Gender Pay Gap viel zu langsam verringert und sie erklärt: „Deutschland gehört in Europa zu den Schlusslichtern bei der Entgeltgleichheit und dies hat sich auch in den letzten Jahren leider nicht geändert. Es müssen endlich Lösungsansätze für die große Lohndifferenz her.“

2019 fällt der Equal Pay Day auf den 18. März. „Dass der Equal Pay Day wieder erst Mitte März stattfindet, macht einmal mehr klar wie groß das Lohngefälle in Deutschland ist“, macht die Regensburger Abgeordnete deutlich.

Das Motto des diesjährigen Equal Pay Day lautet „Wertsache Arbeit“ und soll darauf aufmerksam machen, dass Lohngerechtigkeit möglich ist, wenn die Arbeit von Frauen und Männer mit den gleichen Maßstäben bewertet wird. „Es ist nur dann Fair, wenn Gleiches gleich wertgeschätzt wird“, findet auch Wild.

Margit Wild zusammen mit Stadträtin Dagmar Kick
Margit Wild zusammen mit Stadträtin Dagmar Kick

Ein Schritt in Richtung Lohngerechtigkeit kann das Entgelttransparenzgesetz sein. Mit diesem Gesetz haben Frauen das Recht auf den Auskunftsanspruch und können erfahren wie viel sie im Vergleich zu anderen für die gleiche Arbeit verdienen. „Auch wenn der Auskunftsanspruch nur von Frauen in größeren Betrieben genutzt werden kann, kann er trotzdem helfen, das Gehalt nicht länger als Tabu-Thema zu sehen“, erläutert die Landtagsabgeordnete.

„Transparenz ist wichtig,“ findet Margit Wild „denn nur wenn offen über die Unterschiede gesprochen wird, können diese beseitigt werden.“

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