100 Jahre Frauenwahlrecht - Wild setzt sich für Parité ein

18. Januar 2019

Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten mal wählen und gewählt werden. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums kritisiert die Regensburger Landtagsabgeordnete Margit Wild, dass der aktuelle Frauenanteil im Bayerischen Landtag bei gerade einmal 26,8 Prozent liegt. "Nur die SPD-Fraktion ist hier vorbildlich: Von 22 Abgeordneten sind elf weiblich", so Wild.

Daher setzt sie sich für eine Änderung des Landeswahlgesetzes ein. Durch die Änderung des Landeswahlgesetzes will die BayernSPD-Landtagsfraktion ein paritätisches Nominierungsverfahren und damit Chancengleichheit von Bewerberinnen und Bewerbern sowie die gleichberechtigte demokratische Teilhabe und effektive Einflussnahme der Bayerischen Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Damit muss der Gesetzgeber seiner Verpflichtung aus dem Demokratiegebot nachkommen. Vorbild ist für uns Frankreich, wo in einem ersten Schritt zu mehr Parität in den Parlamenten im Jahr 2000 das „Gesetz über den gleichen Zugang von Frauen und Männern zu Wahlmandaten und auf Wahl beruhenden Ämtern“ verabschiedet wurde, mit dem Ergebnis, dass der Frauenanteil von 26 auf 48 Prozent stieg. Für die Nominierung auf den Wahlkreislisten der sieben Wahlkreise wird die paritätische Besetzung der Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten durch alternierende Listung von Bewerberin und Bewerber (abwechselnd Frau, Mann - oder umgekehrt) vorgeschrieben. Die Wählerinnen und Wähler können weiterhin durch ein Kreuz für eine bestimmte Person auf der Kandidatenliste der Parteien/Wählergemeinschaften ihre Präferenzen für eine bestimmte Person zum Ausdruck bringen.

"100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts müssen wir endlich den nächsten Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung gehen", fordert Wild.