Wild will kostenlose Bildung in Bayern

22. Januar 2019

Der Schulbesuch in Bayern ist nicht günstig: ab der 11. Jahrgangsstufe muss das Busticket selbst bezahlt werden, das tägliche Mittagessen schlägt mit monatlich ca. 150 Euro zu Buche und für Arbeitsmaterialien fallen ebenfalls Kosten an. Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag will das nun ändern. "Wir fordern mit unserem Antrag endlich echte kostenfreie Schulen - ohne Wenn und Aber und ohne versteckte Gebühren", so Fraktionsvize Margit Wild.

Konkret will Wild vier Maßnahmen umsetzen:

  • Rechtsanspruch auf einen kostenfreien Ganztagsschulplatz, um die Betreuung zu sichern und Nachhilfe überflüssig zu machen;

  • Kostenfreiheit für den Schulweg bis zum Abschluss der Schule oder der Lehrzeit;

  • umfassende Lernmittelfreiheit, die insbesondere auch digitale Hard- und Software für Schüler umfasst;

  • kostenfreies, gesundes Mittagessen an allen Schulen.

"Schule hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt: Ganztagsangebote werden immer wichtiger. Daher fordern wir einen Rechtsanspruch auf einen kostenfreien Ganztagsplatz und ein kostenfreies und gesundes Mittagessen - das gehört zur Fürsorgepflicht des Staates", so die Bildungspolitikerin Wild. Zudem sei digitale Bildung essentiell, um die Schülerinnen und Schüler auf die Welt von Morgen gut vorbereiten zu können: "Digitale Endgeräte gehören zur Lernmittelfreiheit. Es darf nicht sein, dass hier soziale Unterschiede sichtbar werden und zu individuellen Nachteilen führen".

Der entsprechende Antrag wird am Donnerstag im Ausschuss für Bildung und Kultus im Bayerischen Landtag behandelt.