Safer-Internet-Day: Margit Wild ruft zum Kampf gegen Cybermobbing auf

05. Februar 2019

Zum heutigen Safer-Internet-Day unter dem Hashtag #lauteralshass erklärt die Bildungsexpertin der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Margit Wild: "Mobbing findet heute nicht mehr nur verbal und physisch an der Schule statt, sondern verlagert sich immer mehr ins Digitale - WhatsApp, Instagram und Snapchat sind für Eltern und Lehrkräfte nicht kontrollierbare Räume, hier sind die Schülerinnen und Schüler unbeaufsichtigt und auf sich alleine gestellt. Wir müssen daher die Opfer von Cybermobbing besser erreichen und ihnen Mut machen, sich an die Schule oder die Eltern zu wenden. Im Schulunterricht muss eine Sensibilisierung und Aufklärung stattfinden. Dafür braucht es ein bayernweites pädagogisches Konzept".

Wild blickt dabei auf Finnland. Dort zeigt das Programm gute Erfolge: In teilnehmenden Schulen sank die Zahl der Mobbing-Vorfälle einer wissenschaftlichen Auswertung zufolge um 30 Prozent. Im Mittelpunkt des finnischen Programms stehen vor allem die Kinder, die weder Täter noch Opfer sind, sondern bislang unbeteiligt zuschauen. „Wenn sich nur wenige davon auf die Seite des Opfers stellen, wird es für den Mobber schwieriger. Und dafür brauchen die Kinder Anleitung und Training. Mobbing erkennen, die schlimmen Folgen wahrnehmen und dann handeln, das ist der erfolgreiche Ansatz. Wir brauchen eine Kultur des aktiven Eingreifens statt Wegsehens.“