Inklusion: Gute Entwicklungsbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler schaffen

25. November 2020

Die SPD-Landtagsfraktion macht sich für eine bessere Inklusion an den bayerischen Schulen stark. Ein entsprechender Antrag wird morgen (26. November, 9:15 Uhr, Saal 3) im Bildungsausschuss des Landtags behandelt. In dem Antrag fordert die SPD-Fraktion unter anderem, Inklusionskoordinatorinnen und Inklusionskoordinatoren an jeder Schule in Bayern zu installieren. "Diese Fachkräfte entwickeln gemeinsam mit den Eltern und den Lehrkräften einen Förderplan für das Kind. Aus diesem Förderplan ergeben sich die pädagogischen und pflegerischen Maßnahmen, die von multiprofessionellen Teams an den Schulen umgesetzt werden müssen", erklärt die bildungspolitische Sprecherin Margit Wild.

Eine am 7. Oktober auf Anfrage der SPD-Fraktion durchgeführte Anhörung zum Thema hat ergeben, dass es enormen Entwicklungsbedarf bezüglich der Inklusion an den bayerischen Schulen gibt. Grund dafür sind unter anderem sowohl der vermehrte Regelschulbesuch von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf als auch der stetige und steile Anstieg des Anteils von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten an allen Schularten.

"Jedes Kind hat seinen eigenen Förderbedarf, der professioneller Begleitung bedarf. Lehrerinnen und Lehrer brauchen hierbei Unterstützung von anderen pädagogischen Fachkräften, etwa Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Erzieherinnen und Erziehern, Förderlehrerkräften, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern oder Schulpsychologinnen und Schulpsychologen." Nur so könne das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen "Inklusion ist Aufgabe aller Schulen" auch wirklich umgesetzt werden, unterstreicht Wild.